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Neue NLP-Formate entwickeln – ein kreativer Leitfaden

NLP als Meta-Ansatz

John Grinder betonte, dass NLP oft unterschätzt werde. Es wird von vielen nur als eine Technik oder eine Sammlung von Techniken wahrgenommen, doch es ist vielmehr ein flexibler Rahmen, um Veränderungs- und Entwicklungsprozesse zu gestalten. Dies eröffnet nahezu unendliche Möglichkeiten, Formate zu entwickeln, die an spezifische Bedürfnisse angepasst sind.

Es gibt viele Methoden, die aus mehr oder weniger einer konkreten Technik bestehen. Oft muss dann erstmal der Klient die Technik des Coaches „lernen“. Wenn diese Technik ihm dann doch nicht liegen sollte, weil sie beispielsweise einen kognitiven oder einen körperlichen Zugang wählt, so kann die Arbeit nicht fortgesetzt werden. Anders bei einem NLP-Ansatz. Hier stehen so viele unterschiedliche Techniken zur Verfügung, dass der Coach sie je nach Erfordernis ganz schnell wechseln und an die Bedürfnisse der Klienten anpassen kann.

Der Schlüssel dazu ist ein kreativer Zugang: das Denken in verschiedenen Dimensionen, das Erforschen neuer Perspektiven und das Übertragen bewährter Prinzipien in andere Kontexte. Die Frage ist nicht nur, wie bestehende Formate angewendet werden können, sondern auch, wie neue Formate entstehen können.

NLP-Strukturmodell der Veränderung

Das NLP-Strukturmodell der Veränderung ist ein elegantes und wirkungsvolles Modell, das Veränderungsprozesse in ihrer Essenz beschreibt. Es bietet uns die Möglichkeit, dass wir uns mit einigen einfachen Gedanken langsam und strukturiert der Entwicklung neuer NLP-Formate annähern.

Ein schematisches Diagramm, das das Strukturmodell der Veränderung im NLP darstellt, mit verschiedenen Phasen des Veränderungsprozesses.
Ein schematisches Modell der Veränderungsprozesse im NLP. © World of NLP

Ein unerwünschter Ausgangs- oder Problemzustand (negativer Smiley) kann durch das Hinzufügen von einer oder mehreren geeigneten Ressourcen (Herz) in einen erwünschten Zielzustand (positiven Smiley) überführt werden. In den meisten Veränderungsprozessen ist der erste Schritt, den aktuellen problematischen Zustand zu benennen. Dies kann ein unangenehmes Gefühl (z. B. Angst oder Unsicherheit), ein hinderliches Verhalten (z. B. Prokrastination) oder eine belastende Situation (z. B. ein Konflikt) sein.

Beispiel: Ein Klient beschreibt, dass er sich in sozialen Situationen oft unsicher fühlt und vermeidet, aktiv auf andere zuzugehen. Ein solcher Zustand kann beispielsweise durch Zuhilfenahme des NLP-Meta-Modells konkret und klar beschrieben werden, um darauf aufbauend mit der Veränderungsarbeit zu beginnen.

Der Schlüssel zur Veränderung liegt in der Aktivierung einer passenden Ressource. Dies kann auf sehr vielfältige Weise geschehen und daher ergeben sich hier tausende von Möglichkeiten. Daher schauen wir uns Ressourcen im weiteren Verlauf dieser Artikelserie noch viel ausführlicher an. Die Ressource dient als Brücke zwischen dem negativen und dem positiven Zustand. Sie wird nicht immer „hinzugefügt“, sondern kann auch in Form von bereits vorhandenen Fähigkeiten, die bewusst gemacht oder verstärkt werden, aktiviert werden.

Der Zielzustand repräsentiert das, was der Klient erleben möchte, wenn die Veränderung erfolgreich ist. Er wird oft durch einen positiven Smiley symbolisiert, der die gewünschte Verbesserung oder Lösung darstellt. Das Ziel sollte spezifisch, attraktiv und positiv formuliert sein, um Motivation und Orientierung zu schaffen. Im NLP werden Zielzustände oft durch ein Future Pace verstärkt, dabei wird eine Zukunft „durchlebt“, in der das Problem gelöst ist oder ein erwünschtes Verhalten angewendet wird.

Das Strukturmodell der Veränderung ist ein wirkungsvolles Werkzeug, das die Essenz vieler NLP-Techniken einfängt. Sie macht Veränderungsprozesse klar, strukturiert und leicht nachvollziehbar – und zeigt, dass die richtige Ressource der Schlüssel zur Transformation ist.

Visualisierung des SCORE-Modells, das die fünf Dimensionen Symptom, Ursache, Ergebnis, Ressource und Effekt darstellt, die den Prozess der Veränderung strukturieren.
Visualisierung des SCORE-Modells, das den Veränderungsprozess in fünf Dimensionen unterteilt. © World of NLP

Das Symptom ist das sichtbare oder fühlbare Problem, das der Klient erlebt. Es repräsentiert den unerwünschten Zustand, den der Klient ändern möchte. Symptome können Verhaltensweisen, Gefühle oder Gedankenmuster sein, die als belastend empfunden werden

Beispiel: Ein Klient beschreibt, dass er in Konfliktsituationen mit anderen Menschen schnell defensiv und ungeduldig wird.

Die Ursache (Cause) ist die Wurzel oder der Auslöser des Symptoms. Sie liegt oft in der Vergangenheit und kann in Ereignissen, Glaubenssätzen, Gewohnheiten oder systemischen Dynamiken begründet sein. Das Ziel ist es, die Ursache zu erkennen, ohne sie zwangsläufig im Detail aufzulösen Beispiel: Der Klient erkennt, dass seine Ungeduld in Konflikten aus einer Kindheitserfahrung stammt, in der er häufig unterbrochen wurde und sich nicht gehört fühlte.

Das Ergebnis (Outcome) repräsentiert den erwünschten Zielzustand, den der Klient erreichen möchte. Es ist die positive Vision, die das Symptom ablösen soll, und wird idealerweise spezifisch, realistisch und motivierend formuliert. Beispiel: Der Klient wünscht sich, in Konflikten gelassen zu bleiben, klar zu kommunizieren und die andere Person verstehen zu können

>Ressourcen sind die inneren oder äußeren Mittel, die dem Klienten helfen, den Übergang vom Symptom zum gewünschten Ziel zu schaffen. Das können Fähigkeiten, Erinnerungen, Glaubenssätze oder Unterstützungssysteme sein. Beispiel: Der Klient erinnert sich an eine Situation, in der er geduldig und verständnisvoll reagierte, und erkennt diese Fähigkeit als Ressource für die Lösung des aktuellen Problems.

Der Effekt (Effect) beschreibt die langfristigen positiven Auswirkungen, die der Klient erwartet, wenn das Ziel erreicht wird. Dies dient dazu, die Motivation zu stärken und sicherzustellen, dass das Ergebnis nachhaltig und ökologisch ist. Beispiel: Der Klient stellt sich vor, dass er durch seine neue Konfliktfähigkeit nicht nur bessere Beziehungen zu anderen Menschen aufbaut, sondern auch weniger Stress im Alltag empfindet.

Das SCORE-Modell kann als strukturierter Coaching-Prozess angewendet werden. Der Coach führt den Klienten systematisch durch die einzelnen Elemente, um Klarheit zu schaffen und Veränderung gezielt zu ermöglichen. Mit dem SCORE-Modell erhält der Coach ein präzises Werkzeug, um Klienten umfassend zu begleiten und sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Ergebnisse zu fördern.

Wo kommen die Ressourcen her?

Ressourcen spielen bei der Veränderungsarbeit eine entscheidende Rolle. Sie umfassen alles, was einem Menschen hilft, eine gewünschte Veränderung zu erreichen und können daher aus einer Vielzahl von Quellen stammen. Zur Vereinfachung möchte ich diese Quellen in mehrere Dimensionen mit Unterkategorien unterteilen. Jede Unterkategorie ermöglicht spezifische Techniken und Ansätze.

1. Dimension: Zeit

Eine erste wichtige Dimension stellt die Zeit dar. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bieten eine gigantische Fundgrube für Ressourcen. Mithilfe der Timeline-Technik können Ressourcen aus der Vergangenheit reaktiviert, aus der Zukunft geholt oder in der Gegenwart integriert werden.

Darstellung der Zeitdimension im NLP, mit einer Timeline, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Quellen für Ressourcen zeigt.
Darstellung der Zeitdimension im NLP, die zeigt, wie Ressourcen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft genutzt werden können. © World of NLP

a) Vergangene Erlebnisse: Oft hat der Klient in einer ähnlichen Situation bereits erfolgreich gehandelt oder positive Emotionen erlebt. Diese Momente können durch spezifische NLP-Techniken wie Moment of Excellence, Change History, TimeLine-ReImprint, TimeLine-Reframing etc. reaktiviert werden.

Beispiel: Ein Klient erinnert sich an eine frühere Phase seines Lebens, in der er besonders mutig war, und überträgt dieses Gefühl in die Gegenwart.

b) Die Zukunft: Ressourcen können auch aus einer konstruierten, positiven Zukunftsvision gewonnen werden. Der Klient oder die Klientin stellt sich in einer zukünftigen Situation vor, in der er sein Ziel bereits erreicht hat, und die damit verbundenen Ressourcen in die Gegenwart holt.

Beispiel: Der Klient visualisiert sich als selbstbewusst und entspannt in einer bevorstehenden Präsentation und erlebt die damit verbundene Sicherheit.

c) Die Gegenwart: Aktuelle Situationen und Beziehungen können ebenfalls Ressourcen bereitstellen. Menschen, die uns unterstützen, oder Fähigkeiten, die uns bewusst sind, können genutzt werden.

Beispiel: Ein Klient entdeckt, dass er beruflich genau die Geduld hat, die er nun privat einsetzen möchte. Er findet heraus, wie er das macht und kann so auf diese Geduld auch im privaten Kontext zugreifen.

2. Dimension Perspektiven

Der Wechsel der Perspektive ist ein mächtiges Werkzeug und wird in sehr vielen Veränderungstechniken angewendet. Das Grundprinzip ist dabei immer: „Versetze ich Dich in diese Perspektive. Wie erlebst Du dann die Situation? Welche Ressourcen hast Du dann zur Verfügung? Wie könntest Du sie dann einsetzen?“

Illustration eines Perspektivwechsels im NLP, der zeigt, wie unterschiedliche Perspektiven die Wahrnehmung einer Situation beeinflussen und Ressourcen aktivieren.
Illustration des Perspektivwechsels, ein Schlüsselwerkzeug in NLP, das hilft, unterschiedliche Sichtweisen auf eine Situation zu entwickeln. © World of NLP

a) Klassische Wahrnehmungspositionen 1 (Ich), 2 (Du) und 3 (Neutraler Beobachter): Hier können Klienten erfahren, wie sie sich selbst und ihr Gegenüber in bestimmten Situationen fühlen. Als neutraler Gegenüber mit Abstand können sie sich selbst oder eine Szene von außen betrachten und nützliche Ratschläge geben.

Beispiel: Bei einem Konflikt mit dem Chef kann ein Mitarbeiter sich dessen Standpunkt bewusst machen und Möglichkeiten entdecken, die Beziehung zu verbessern.

b) Mentale Modelle und Vorbilder: Durch die Mentor-Technik und Modelling können Fähigkeiten und Einstellungen von Vorbildern übernommen werden. Das können reale Personen, aber auch fiktive Charaktere umfassen.

Beispiel: Der Klient fragt sich, wie Elon Musk oder eine andere bewunderte Persönlichkeit eine schwierige Entscheidung treffen würde.

c) Träumer, Planer und Kritiker: Die drei aus der Walt-Disney-Strategie bekannten Positionen können auch als Perspektiven gesehen werden. Der Klient durchläuft mit einem klaren Rollenfokus verschiedene Positionen und nutzt die ihm dadurch zugänglich gewordenen Informationen.

Beispiel: Ein Jugendlicher steht auf dem Bodenanker des Träumers und durch die Verbindung mit dem Träumer in sich erlaubt er sich zum ersten Mal wirklich ernsthaft vorzustellen und zu fühlen, wie sein Traum Wirklichkeit wird.

d) Teile-Arbeit: Bei der Teile-Arbeit nehmen wir einen bestimmten Aspekt unseres Lebens unter die Lupe. Wir gehen dem Teil eine Gestalt und oft auch einen Namen, so dass wir uns mit ihm austauschen und seinen Standpunkt besser verstehen können.

Beispiel: Ein Klient erforscht die Symptome und Ursachen seiner Krankheit und landet bei einem Teil, der für den Hauptausschlag verantwortlich ist. Er nimmt Kontakt mit ihm auf und hinterfragt die positive Absicht. Dabei gewinnt er neue Einsichten und Verständnis für das, was in ihm vorgeht.

d) Persönlichkeitsmodelle: Jedes Persönlichkeitsmodell bietet uns eine Reihe von Typen. Oft schreibt man sich selbst einem dieser Typen zu. Manchmal ist es auch eine Mischung. Unsere Handlungsoptionen erweitern sich dramatisch, wenn wir uns vorstellen, wie es wäre, wenn wir auch die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen aller anderer Typen eines Modells zur Verfügung hätten.

Beispiel: Jemand hat sich im Enneagramm bisher als Typ 1 (Bauch, Perfektionist) gesehen und erlaubt sich nun, sich mit dem Typ 2 (Herz, Helfer) zu verbinden und für einige Stunden die Welt aus diesem Typ heraus zu erleben und die Ressourcen, die darin verborgen sind, zu nutzen. Sofort verändert sich der Fokus. Anstatt zu versuchen, Vorgänge zu optimieren und effizient mit der Zeit umzugehen, rücken die Mitmenschen und deren Bedürfnisse in den Fokus.

d) Persönlichkeitsmodelle: Jedes Persönlichkeitsmodell bietet uns eine Reihe von Typen. Oft schreibt man sich selbst einem dieser Typen zu. Manchmal ist es auch eine Mischung. Unsere Handlungsoptionen erweitern sich dramatisch, wenn wir uns vorstellen, wie es wäre, wenn wir auch die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen aller anderer Typen eines Modells zur Verfügung hätten.

Beispiel: Jemand hat sich im Enneagramm bisher als Typ 1 (Bauch, Perfektionist) gesehen und erlaubt sich nun, sich mit dem Typ 2 (Herz, Helfer) zu verbinden und für einige Stunden die Welt aus diesem Typ heraus zu erleben und die Ressourcen, die darin verborgen sind, zu nutzen. Sofort verändert sich der Fokus. Anstatt zu versuchen, Vorgänge zu optimieren und effizient mit der Zeit umzugehen, rücken die Mitmenschen und deren Bedürfnisse in den Fokus.

e) Archetypen: Archetypen sind universelle, wiederkehrende Muster von Verhaltensweisen, Eigenschaften und Symbolen, die in allen Kulturen, Mythen und Geschichten vorkommen. Sie repräsentieren grundlegende menschliche Rollen, wie z. B. den Helden, den König oder die Weise. Sie verkörpern archetypische Bedürfnisse und Werte.

Beispiel: Jemand verändert seine Wahrnehmung und richtet sich für eine Zeit auf den Archetypen des Weisen aus. Sein Fokus geht nun auf Wissen, Wahrheit und langfristige Perspektiven.

f) Tiere: Das Arbeiten mit Tier-Symboliken wie zum Beispiel dem schamanischen Krafttier ist ein effektives Werkzeug zur Selbsterkenntnis, Heilung und Persönlichkeitsentwicklung. Es aktiviert tiefliegende Kräfte, bringt die Person in Kontakt mit ihrer Intuition und möglicherweise auch Naturverbundenheit und bietet emotionale Unterstützung in schwierigen Prozessen.

Beispiel: Ein Klient entdeckt den Tiger als sein Krafttier und spürt fortan in schwierigen Situationen einen Tiger als inneren Begleiter, der innere Stärke und Mut verleiht.

3. Dimension Ebenen der Veränderung

Durch die Kombination der Dimensionen Zeit und Perspektive entsteht ein Raster aus neun Feldern. Diese Felder repräsentieren verschiedene Kombinationen von Zeit (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) und Perspektiven (Ich, Du, Beobachter). Dieses 9-Felder-Raster kann als Basis-Modell für eine Vielzahl von Interventionen dienen. Ein Beispiel daraus ist der Ressourcengarten, bei dem sich Klienten systematisch Ressourcen aus verschiedenen Feldern holen. Die Arbeit mit dem Ressourcengarten wird im nächsten Artikel vorgestellt.

Ein 9-Felder-Raster, das die Kombination von Zeit (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) und Perspektiven (Ich, Du, Beobachter) im NLP zeigt.
Darstellung des 9-Felder-Rasters aus Zeit und Perspektive im NLP. Dieses Modell wird zur gezielten Intervention genutzt, wie im Beispiel des Ressourcengartens. © World of NLP

Eine dritte äußerst wertvolle und im NLP äußerst beliebte Dimension stellen die neurologischen Ebenen von Robert Dilts dar. Dieses Modell wird von ihm selbst in einem anderen Artikel in dieser Ausgabe ausführlich vorgestellt. Durch die zusätzliche Integration dieser Ebenen (Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Werte/Glaubenssätze, Identität, Vision/Mission/Zugehörigkeit) entsteht ein dreidimensionales Modell, das wir als NLP-Hochhaus bezeichnen können. Dabei dient unser 9-Felder-Raster als eine Art „Stockwerk“. Im ersten Stück beschäftigen sich alle 9 Felder mit der Umwelt. Im zweiten Stock mit dem Verhalten usw. Wir haben also 9 Räume und 6 Stockwerke. So ergeben sich 54 mögliche Räume, die wir in unterschiedlichen Reihen- und Abfolgen durchlaufen können. Auf dieses Weise entstehen sehr viele mögliche Wege durch unser NLP-Hochhaus.

Darstellung des NLP-Hochhauses, das die neurologischen Ebenen von Robert Dilts in Kombination mit einem 9-Felder-Raster zeigt. Das Modell umfasst 6 Stockwerke mit jeweils 9 Feldern, die unterschiedliche Dimensionen und Perspektiven darstellen.
Das NLP-Hochhaus-Modell von Robert Dilts, das die neurologischen Ebenen in einem 9-Felder-Raster integriert. Es zeigt die vielen Variationsmöglichkeiten und möglichen Wege im NLP. © World of NLP

Beispielsweise kann eine Ressource aus der Vergangenheit (Ich-Perspektive) auf der Ebene der Fähigkeiten extrahiert werden, während im nächsten Schritt eine Vision in der Zukunft (Du-Perspektive) betrachtet wird. Die Variationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. NLP-Formate können auch als Pfade durch dieses Hochhaus beschrieben werden. Ich lade Dich ein, neue Pfade zu entdecken und auf ihre Nützlichkeit zu prüfen.

In meinen NLP Advanced Master Ausbildungen bekommen die Teilnehmer die Aufgabe, ein eigenes NLP-Format zu erfinden. Viele glauben, sie wären dafür nicht kreativ genug. Doch dann gebe ich ihnen das Wissen aus dieser Artikelserie an die Hand und das Entwickeln von neuen Formaten wird zum Kinderspiel. Ein kreativer Prozess mit Anleitung, der richtig viel Spaß macht und die Welt mit großartigen neuen Ideen bereichert. Manche der so entstandenen Formate sind Kombinationen oder Abwandlungen aus bestehenden Formaten, die für bestimmte Kontexte optimiert wurden, andere enthalten geniale neue Ideen, die systemisch gesucht und gefunden wurden. In den folgenden Ausgaben des Magazins werde ich diese Ideen konkretisieren und weiter ausbauen.

Grinder, J., & Bandler, R. (1975). *The Structure of Magic Volumes I & II*. Science and Behavior Books.

Bandler, R., & Grinder, J. (1979). *Frogs into Princes: Neuro-Linguistic Programming*. Real People Press.

Dilts, R. (1994). *SCORE – A Model for Change in NLP*. Meta Publications.

Andreas, S., & Faulkner, C. (1994). *NLP: The New Technology of Achievement*. HarperCollins.

Portrait von Stephan Landsiedel.

Stephan Landsiedel ist Diplom Psychologe und NLP Ausbilder.

Stephan Landsiedel
Autor